

Dietrich Mattausch, Schauspieler
(Foto: Gerhard Kassner)

Die, denen es richtig schlecht geht, die sieht man in der Öffentlichkeit nicht. Aber Stiftungen sehen sie. Oder genauer: sie sehen ihre flehenden Schreiben. Ein zunehmendes Problem ist die lähmende Verbindung von Krankheit, oft daraus folgender Armut und furchtbarer Einsamkeit. Früher gab es wenigstens oft ein familiäres Umfeld – heute fristet manche Kranke (es sind besonders häufig ältere Frauen) ein isoliertes Dasein in ihrer kleinen Wohnung. So auch Gerda F., die uns schrieb: „Vor zehn Jahren kam der Krebs zum ersten Mal. Ich hatte Mut und Zuversicht, ich pack das schon, dachte ich. Erst sah es ganz gut aus, nach einigen Monaten konnte ich wieder an meine Arbeitsstelle zurückkehren. Aber dann stellte sich ein Rezidiv heraus und der Krebs hatte gestreut. Ich konnte nicht mehr arbeiten. Meine Rente ist klein, gerade so viel, dass mir keine Sozialleistungen zustehen. Dafür, mir aufbauende Medikament zu leisten, wie mein Arzt rät, langt es nicht. Manchmal schenkt er mir Ärztemuster. Ich habe Angst und bin sehr verzweifelt. Früher hatte ich lange einen kleinen Hund, das hat mir gutgetan. Ich hätte so gern wieder einen Hund. Aber selbst das wäre zu teuer. Ich würde ihn aus dem Tierheim holen – aber Futter, Versicherung und Steuer? Ich weiß nicht, ob ich jemanden fragen darf, ob es „zu viel“ ist, sich einen vierbeinigen Gefährten zu wünschen. Und manchmal einfach ein Medikament einnehmen zu können, das die Krankenkasse nicht bezahlt, das mir aber ein wenig auf die Beine hilft – von so etwas träume ich. Darf ich Sie um Hilfe bitten?“
Dem haben wir nicht viel hinzuzufügen, nur: „aber ja, wir wollen gern helfen, mit Hilfe unserer Spender!“
(Foto: © Denje | Photocase.de)
"Wer wirklich etwas für sich tun will, tue etwas für andere. Geben gibt. Andere glücklich zu machen, ist der sicherste Weg zum eigenen Glück."
(Eckart von Hirschhausen in der Zeitschrift Fliege)
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