"Ich finde die Stiftung Fliege gut...




...weil sie meinem Lebensmotto folgt:

ES GIBT NICHTS GUTES, AUSSER MAN TUT ES!
(Erich Kästner)

"Es wird oft zu viel geredet und zu wenig getan. Leider! Und ich finde es wunderbar, wenn es so gute Beispiele und Zeichen der Hilfe und Veränderung gibt..."










Dietrich Mattausch, Schauspieler
(Foto: Gerhard Kassner)



Was beschäftigt uns gerade?

"Ein Geschenk des Himmels"

Pfarrer Peter Krogull aus der evangelischen Kirchengemeinde Alt-Duisburg ist ein Pfarrer aus Überzeugung: „Eigentlich war mein Lebensweg schon vorgezeichnet, als ich noch Jugendlicher war. Denn selbst hatte ich einen ganz tollen Pfarrer, dessen Umgang mit den Menschen in der Gemeinde mich tief beeindruckte. Bei ihm bekam ich schon sehr früh mit, wie vielfältig dieser Beruf ist. Zwar gibt es Momente, in denen man fürchtet, an seine eigenen Grenzen zu stoßen, aber gleichzeitig trägt einen ja immer die Zuversicht und das Vertrauen, was man aus dem Glauben heraus hat“, so beschreibt er seine Entscheidung für den Beruf. Im Herzen des Ruhrgebietes, da wo die Menschen für eine klare Sprache ohne Schnörkel bekannt sind, betreut er die Gemeinde Alt-Duisburg. „Wie das oft so ist in Großstädten wohnen hier Arm und Reich manchmal Tür an Tür. Wir haben Gemeindemitglieder, denen es sehr gut geht und wir haben Familien, bei denen im Leben scheinbar alles schief läuft. Was mich dabei aber sehr freut, ist der Zusammenhalt. Es gibt hier auch Privatpersonen, die etwas für andere spenden, so dass ich immer wieder mal einzelnen Familien etwas zustecken kann.“ Auch mit den Geldern aus der Diakoniekasse konnte Pfarre Krogull schon des öfteren einzelne Notlagen lindern. Natürlich hat diese Hilfe „auf dem kleinen Dienstweg“ aber Grenzen. „In der Regel kommt ja durch eine einzelne Not noch eine weitere hinzu und manchmal erscheint das Endergebnis dem Betroffenen wie eine totale Katastrophe: so war es bei einer jungen Frau, die alleine ihren damals etwa 8 Jahre alten Jungen großzog und dann an Krebs erkrankte. Als sie sich an mich wandte, merkte ich sofort, dass es ihr ungeheuer schwer fiel, um Hilfe zu bitten. Doch durch die Krankheit war sie arbeitsunfähig und hatte zu all‘ den Sorgen, die eine schwerkranke Mutter umtreiben auch noch die finanziellen Nöte. Ihre Mutter wiederum war eine langjährige Fliege-Zuschauerin und machte ihr Mut, sich mit meiner Unterstützung an die Stiftung zu wenden. Mir war ziemlich schnell klar, dass wir hier beistehen wollen. Ich kannte ja auch den Sohn recht gut aus meinen Grundschulgottesdiensten, bei denen er mir immer recht still aber sehr, sehr tapfer vorkam.“ Nachdem der Stiftungsrat seinen Antrag positiv beschieden hatte, rief Pfarrer Krogull seinen Gemeindevorstand zusammen. „Mir war es wichtig, gemeinsam mit den Presbytern über die Verwendung der insgesamt 10.000 Euro zu entscheiden. Wir beschlossen schließlich, den Löwenanteil – über die Hälfte des Geldes- für diese kranke Mutter zu verwenden. Sie brauchte unter anderem für sich und den Jungen neue Betten. Beide schliefen auf Matratzen und speziell die des Jungen war im letzten Jahr einfach zu klein geworden. Sie selbst brauchte ein medizinisches Bett, die Krankenkasse zahlte aber nur zum Teil dafür. Immer wieder sehen wir, dass es diese kleinen aber entscheidenden Beträge sind, die für einen Betroffenen so viel ausmachen. Von ihrer Sozialhilfe blieb einfach nichts übrig, was sie hätte ansparen können um diesen Eigenanteil zu tragen. Außerdem ermöglichten wir es Mutter und Sohn zum allerersten Mal in ihrem Leben in den Urlaub zu fahren. Den Rest des Geldes teilten wir gleichmäßig auf und baten die Leiterinnen unserer vier Kindergärten, jeweils vier Familien zu benennen, bei denen ihnen eine Notlage aufgefallen war. Viele Leute schämen sich zwar für ihre Armut, sind aber trotzdem zu stolz, um Hilfe zu bitten. Wenn man sieht, dass ein Kind täglich mit den gleichen Sachen in den Kindergarten kommt, dann spricht das natürlich Bände. Wir konnten insgesamt 16 Familien kurz vor Weihnachten 2010 mit einer Zuwendung unterstützen. Einige erzählten mir später, das sei ihnen vorgekommen wie ein ‚Geschenk des Himmels‘“, erinnert sich Krogull. Und das scheint überhaupt neben dem materiellen Wert ganz entscheidend zu sein: „Die Menschen spüren in so einem Moment, dass sie nicht von allen anderen alleine gelassen werden. Es ist ein Zeichen dafür, dass unsere Gesellschaft nicht so kalt ist, wie das manchmal behauptet wird. Im Gegenteil, es gibt noch Menschen, die sich um die anderen kümmern.“






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"Wer wirklich etwas für sich tun will, tue etwas für andere. Geben gibt. Andere glücklich zu machen, ist der sicherste Weg zum eigenen Glück."

(Eckart von Hirschhausen in der Zeitschrift Fliege)  








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Am Anfang der Stiftung Fliege stehen die Zuschauer der Talkshow Fliege. Der bekannte „Fernsehpfarrer“ Jürgen Fliege hat in seiner ARD-Talkshow seit 1994 immer wieder Menschen vorgestellt, deren Schicksal die Zuschauer so berührte, dass sie der Redaktion Geld sendeten. Um mit diesen Spenden professionell und effizient Hilfe leisten zu können, wurde damals die Stiftung Fliege mit einem Betrag von 10.000 DM gegründet.


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  • unterstützt gemeinsam mit Kirchengemeinden in ganz Deutschland Menschen in außergewöhnlichen Notsituationen
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Die Stiftung in Zahlen

  • bisher wurden über 10 Mio. Euro ausgezahlt
  • mehr als 3.400 Einzelpersonen wurden finanziell unterstützt
  • über 18.000 bearbeitete Anträge seit 1995
Vorstand:

Jürgen Fliege

Dem Stiftungsrat gehören an:

  • Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (Vorsitzender)

  • Professor Thilo Kleine

  • Dr. Rupert Graf Strachwitz

  • Dr. Jürgen Thiesbonenkamp

Kontakt                           


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Postfach 1241
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